Sonntag, 21. Juni 2015

Wir machen dicht



Unser Anbau nahm langsam aber sicher Gestalt an: er hat ein Dach, das mittlerweile Dicht ist, einen halbwegs ebenen Boden in Form einer Schüttung (die wir noch durch weitere Schüttungen bzw. pigmentierten Estrich zu gegebener Zeit aufrüschen wollen) und solide Wände, die - Vorbesitzer sei Dank - nicht immer einhundertprozentig gerade sind...

Was nun noch fehlte, um das räumliche Gefühl zu vervollkommenen, waren Fenster und Türen. 
Sechs kleine, quadratische Fenster und eine Klöntür hatten wir im vergangen Jahr bei Henrik  erstanden. Mit der Tür hatte ich mich im Winter auseinandergesetzt (geschliffen und mit Wetterschutzlasur behandelt), die Fenster hatte ich auf Wunsch des Bauherren lediglich grob gesäubert, d.h. von irgendwelchen angeklebten Moltofillresten befreit.
Eine weitere Tür (doppelflügelig und aus Holz, so wie bei unserer Freundin Jette in Dänemark, nur eine Nummer kleiner) hatten wir in einem grenznahen dänischen Baumarkt bestellt, wobei die erste Bestellung vor Ort untergegangen war und wir sie ein weiteres Mal bestellen mussten. Als diese Tür endlich angekommen war und wir sie abgeholt hatten, konnten wir das Schließen des Anbaus angehen.


Freitag, 29. Mai 2015

Düt & Dat


Während Andreas sich mit dem Anbau auseinandersetzte, widmete ich mich, da des Mauerns unkundig, verschiedenen kleinen Nebenprojekten, die uns später einmal zuträglich werden sollen.

Da wären zunächst einmal die alten Stallfenster.
Ein Stallfenster hatte Andreas beim Rückbauen des Anbaus retten können und sauber ausgebaut. Wir wollen es in der Waschküche einbauen, so dass ein wenig Licht aus dem Anbau in diesen Raum gelangen kann. Da es sich um eine Innenwand handelt, macht es auch nichts, dass die Verglasung irgendwann (wenn wir denn die passenden Scheiben bestellt und eingesetzt haben) einfach sein wird. Zudem lässt sich das Fenster im oberen Teil öffnen, so dass auch Lüften möglich sein wird.


Unser altes Stallfenster im Bergungszustand.


Zwei weitere Stallfenster sehr ähnlicher Dimension und Funktionalität (lassen sich auch oben öffnen) erstanden wir im Outback Nordfrieslands. Diese sollen zum einen das Badezimmer und zum anderen das kleine Zimmer zum kleinen Flur hin öffnen und beide Räume neben Licht auch mit Luftzirkulation versorgen. Allerdings liegen diese beiden arbeitstechnisch noch vor mir...


Die Fenster aus der nordfriesischen Wildnis.




Wir decken ein


Da stand er nun, unser alter, neuer Anbau, der zukünftig einmal den Heizkessel und Andreas' Werkstatt beherbergen soll. Und brauchte als erstes ein vernünftiges Dach.

Leider war Wilhelms Auswahl an Blechen zu gering (das Dach hat eine Fläche von gut 35 Quadratmetern) und auch zu ausgelutscht (er hatte lediglich gebrauchte Bleche, die entsprechend viele Bohrungen aufwiesen). Aber er gab uns den Tip, einmal nach Schafstedt zur Firma Marx zu fahren, da es dort Bleche jeglicher Couleur in diversen Dimensionen zu günstigen Preisen gibt. 

Gesagt, getan. Wir spannten das Auto vor den Hänger und düsten nach Schafstedt, wo uns ein Trapezblech-El-Dorado erwartete. Wilhelm hatte uns nicht zuviel versprochen. 
Zurück kehrten wir mit einem Hänger voller Bleche in ausreichender Menge, die wir am nächsten Tag anbringen wollten.

Zudem hatte Andreas die Idee, zwei Oberlichter einzubauen, um etwas mehr Licht in den Raum zu bringen - neben den sechs kleinen Fenstern und der halbverglasten dänischen Klöntür, die der Raum noch bekommen soll. 
Wir fanden zwei (über ebay Kleinanzeigen) in nicht allzu weiter Entfernung. Sie sollten Andreas' zukünftigen Arbeitsbereich lichtfreundlicher gestalten.


Eines der beiden Oberlichter für den Anbau.

Sonntag, 17. Mai 2015

Anbau ahoi!


Vor gar nicht allzu langer Zeit begann Andreas mit dem teilweisen Abtragen des alten, dann mit dem Wiederaufbau des neuen Anbaus. 
Da unser Vorbesitzer alles andere als gerade gemauert hatte, kam Andreas die Idee, den hinteren, nicht abgetragenen Teil des Anbaus von innen mit einer zweiten, geraden Wand zu versehen - was auch der Stärke des Mauerwerks zugute kommt. 
Für die Fenster, die wir einbauen wollen, flexte er im hinteren Bereich eine Öffnung, im vorderen Bereich konnte er die Öffnung nach alter Väter Sitte mauern. 


Die Fensteröffnungen des Anbaus, links/vorne gemauert, rechts/hinten geflext.

Sonntag, 12. April 2015

Unser Schaufenster


Vor einem Jahr entdeckten wir beim Abreißen der Innenverkleidung aus Holzweichfaserplatten, mit denen unser Vorbesitzer fast sämtliche Innenwände im Erdgeschoß versehen hatte, im vorderen/südlichen Teil des Hauses einen Korbbogen. 

Man hatte den Korbbogen an den Seiten zugemauert und eine Eingangstür anstelle der einst wohl vorhandenen doppelflügeligen großen Tür eingesetzt. Der Korbbogen an sich war dann später aufgrund der Verkleidung im Innenbereich als auch im Außenbereich (ich habe die Bitumenpappe eigentlich schon fast vergessen... es tauchen tatsächlich noch vereinzelte kleine Fetzen hier und da im Außenbereich wieder auf...) nicht mehr sichtbar.


Die Tür im Korbbogen erst von innen...
... und später von außen.

Schuppen adé


Zu unserem Haus gehört ein überdachter Anbau mit Schuppen, der wahrscheinlich vom Vorbesitzer errichtet worden war, der Schieflage des Mauerwerks und der schier endlosen Fixierungen mit kleinen Bändern (er hatte anscheinend eine Leidenschaft dafür entwickelt, alles irgendwie mit Bändern festzudüdern...) nach zu urteilen.

Bisher hatten wir den Anbau und den Schuppen - nach grober Entrümpelung - lediglich als halbwegs regensichere Unterstellmöglichkeit für diverse Gartengeräte und andere Dinge genutzt.
Und auch schon das eine oder andere Mal darunter gegessen, als uns der Regen beim Grillen überraschte und das Hausinnere eher weniger zum Essen einlud.


Der überdachte Anbau mit Schuppen...

Donnerstag, 2. April 2015

Unsere Unterwelten


Der Zugang zu unserer lokalen Unterwelt befindet sich in der einst einzigen Auffahrt unseres Hauses und hatte vorher schon diverse LKW und Container ertragen müssen, was sich in einem durchgängigen Riss manifestierte.

Während seiner Bemühungen die Zementpfosten aus dem Garten zu rupfen (was zumindest beim letzten Pfosten ein wenig problematischer war, da dieser sich als recht widerspenstig bzw. fest verankert entpuppte), hatte Thomas unserem Gullideckel leider den Rest gegeben. 
Aber wieder einmal war das Glück auf unserer Seite, da er auch zufällig einen alten, unbenutzten Deckel bei sich zu Hause liegen hatte, den er uns anbot.

Bevor Andreas jedoch den recht massiven - und somit natürlich auch reichlich gewichtigen - Deckel bei Thomas abholte, wollte er die Reste des alten Deckels sowie den nachgerieselten Sand aus unserer Kanalisation fischen - was recht amüsant aussah....


Andreas auf dem Weg nach unten.