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Donnerstag, 26. Mai 2016

Werkstatt & Waschküche


Noch ehe wir uns aufgrund des langsam aber sicher immer besser werdenden Wetters die letzten noch anstehenden Außenarbeiten angehen wollten, beschlossen der Bauherr und ich sinnigerweise erst einmal die letzten groben Innenarbeiten anzugehen.
Übrig waren hier noch das Herrichten des Mauerwerks sowie der Deckenverkleidung der Werkstatt und das Fliesen der Waschküche.

Dienstag, 5. Januar 2016

Unser Badezimmer nimmt Gestalt an


Im Folgenden standen wir vor der Entscheidung womit wir fortfahren sollten. 

Zur Auswahl standen Estrich (für Andreas' Atelier, die Waschküche und letztlich auch das Badezimmer, welches dafür allerdings der Vorbereitung bedurfte), Wände (im Badezimmer als Vorbereitung für den Estrich und im kleinen Zimmer ganz generell) oder Dachvertäfelung.

Aufgrund der noch immer recht milden Witterung liebäugelten wir mit dem Estrich, entschieden uns dann aber für die Wände, da diese für die Estricharbeiten gerne im Vorfeld fertig sein dürfen.

Und so begannen wir uns zunächst mit dem Badezimmer auseinanderzusetzen.
Unser Badezimmer in seiner heutigen Form besteht aus zwei ehemaligen Räumen: dem ehemaligen Badezimmer und dem Schlafzimmer, das die Schwiegermutter des Vorbesitzers genutzt hatte und dessen Wände man einst geteert hatte.
Damals bestand eine meiner Aufgaben darin, den geteerten Putz so gut es eben ging mit Hammer und Meißel von den Wänden zu holen; an einigen Stellen war dies ein Kinderspiel, an anderen Stellen (vornehmlich dort, wo Zementputz mit im Spiel war) ging es in Plackerei über...



Das alte Badezimmer.



Das alte Schlafzimmer.

Montag, 7. Dezember 2015

Unser Osten von innen


Das Arbeiten mit Kalkmörtel ist von daher ein wenig aufwändig, als dass Zeit zum Anziehen und Trocknen nötig ist. 
Also begann Andreas an mehreren Stellen parallel zu arbeiten und, je nach Trocknungsfortschritt, bald hier, bald dort weiterzumachen. 

So begann er mit der Ostwand. 
Sie hatte im Laufe der Jahrzehnte (Jahrhunderte?) ein wenig gelitten, da diverse Male Fenster eingebaut, ausgebaut und zugemauert und wiederum andere Fenster (wie beispielsweise unser Sorgenfenster) eingebaut worden waren - und gerade letzteres nicht besonders sorgsam.


Löcher stopfen an der Ostwand...


Zunächst machte der Bauherr sich an das Stopfen von Löchern. 
Da man nachträglich eine Wand eingezogen hatte, war zumindest der obere teil dieser Wand mit der Außenwand verzwickt worden. Dadurch, dass wir diese Wand entfernt hatten, prangten nun alle naselang Löcher in der Wand, die neu vermauert werden mussten. Und auch im unteren Bereich der Wand gab es den einen oder anderen losen oder fehlenden Stein, der entsprechend wieder neu eingesetzt werden musste.
Zudem müssen in diesem Bereich ganz ursprünglich einmal Fenster gewesen sein, deren Öffnungen anschließend recht lax verschlossen worden waren. Also ging es ans Egalisieren der Wand mit Hilfe der Diamantscheibe - eine recht staubige Angelegenheit mit recht vorzeigbarem Ergebnis.



... und Verputzen wo es nötig ist.


Nach dem Abrappen der kompletten Ostwand bastelte Andreas sich eine Schalung für den Durchgang zum Windfang, um diesen dann zu verputzen. 
An dieser Stelle hatte sich ursprünglich einmal eine Tür befunden, die von unseren Vorbesitzern jedoch zu einer Fensteröffnung verkleinert worden war. Erstaunlicherweise hatte man hier recht brauchbare Stürze eingezogen, so dass Andreas an dieser Stelle gleich zum Verputzen übergehen konnte. 
Aber das Verputzen über Kopf hat es in sich. 
Der Putz darf nicht zu trocken sein, sonst hält er nicht. Er darf nicht zu feucht sein, sonst tropft er förmlich wieder herunter. Man kann nur kleine Mengen vorwerfen, da sich ansonsten ganze Placken lösen und herunterfallen. Und das Egalisieren mit dem Reibebrett ist in dem Moment mit Vorsicht zu genießen... 
Aber nach einem Tag des Trocknens sah die Welt schon wieder ganz anders aus.



Andreas kämpft mit der Oberseite...


... und arbeitet problemlos an den Seiten.


Der Trocknungsprozess schritt gut voran, und so konnte Andreas am folgenden Tag mit dem Strandmörtel vandskuren. 
In den Prozess der Instandsetzung der Ostwand bezog er auch den Windfang ein. Hier verschloss er letzte Öffnungen mit Kalkmörtel und rappte die Wände ebenfalls damit ab.

Somit war der Startschuss zum Kalken gefallen.  
Ich mischte mir zunächst einen Eimer unserer Spezialfarbe an, da der kleine Bereich der Außenwand in unserem Windfang noch gar nicht gestrichen worden war; wohl war Andreas den alten Farbschichten mit seiner Diamantscheibe zu Leibe gerückt und hatte das kleine Stück auch gevandskurt, aber um eine Haftung der Kalkfarbe zu erreichen bedurfte es erst einer Lage Spezialfarbe.
Diese soll auch noch später in den Bereichen zum Einsatz kommen, die von irgendeinem unserer Vorbesitzer in panischer Angst vor Feuchtigkeit geteert worden waren. Aber dazu später, wenn es soweit ist, mehr.

Dann pimpte ich mir die Kalkfarbe zurecht: Magerquark, Diestelöl und Soda sorgen für ausreichende Streichfähigkeit und spätere Wischfestigkeit. Und legte nach dem Vornässen der Wände los: streichen, streichen, streichen.... gefühlt bestimmt einige Kilometer...
Insgesamt drei Anstriche an drei verschiedenen Tagen erhielten die Ostwand und der Windfang - wobei ich hier noch die kleine hauswandfläche noch ein drittes Mal weiß streichen muss, da der erste Anstrich ja nur das "Spezialisieren" war.



Voilà: der Windfang...


... und die Ostwand in wunderschönem Kalkweiß.


Aber der Anblick dessen, was man so geschafft hat, entlohnt immer wieder für alle Mühe.



Freitag, 6. November 2015

Einmal Eiger und zurück - wir haben unsere Nordwand im Griff


Nachdem wir im Spätsommer/Frühherbst begonnen hatten an unserer Nordwand herumzudoktoren (alten Eingang zugemauert, Badezimmerfenster eingesetzt, Schlafzimmerfenster umgewandelt, später auch mit Solbank versehen), ging es nun endlich in die Schlussphase.

Andreas machte sich zunächst an das Zuwerfen von Löchern, die die alten Nägel dem Mauerwerk beschert hatten und dann an das Reparieren des Fries', das auch an dieser Wand recht stark gelitten hatte. 


Das Originalfries ohne kaputte Steine.