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Sonntag, 23. August 2015

Im Osten geht die Sonne auf - unsere Ostwand erstrahlt in neuem Licht


An einem sonnigen Samstag Anfang August war es soweit: wir rüsteten die Ostwand ein.

Früh am Morgen hatten wir uns mit Wilhelm verabredet und holten das Gerüst, das wir bereits im Vorjahr von ihm gemietet hatten, aus seinem seinem Unterschlupf, dem ehemaligen Kuhstall eines Jagdfreundes. 

Nach dem Abladen, bei dem uns Wilhelm freundlicherweise zur Hand ging (und uns mit Unmengen von Ratschlägen für unser weiteres Vorgehen überhäufte...) begannen wir mit dem Aufbau.



Die erste Lage des Gerüsts.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Die Wetterseite


Nachdem mit der nach Süden ausgerichteten Giebelwand alles so prima geklappt hatte, machte Andreas sich an die nach Westen zeigende Außenwand.

Unsere Wetterseite (hier kommt der Regen zusammen mit den Stürmen in erster Linie von Westen) sah vom Zustand her nicht viel besser aus als die Giebelwand: lauter aufgefrostete Steine durch die Lattung für die Bitumenpappverkleidung. Zum Glück brauchte Andreas sich nur um die halbe Wand kümmern, da die zweite Hälfte vom Anbau verdeckt wird, den er zu einem späteren Zeitpunkt umbauen will.

Wie auch bei der Giebelwand, löste er zunächst mit Hammer und verschiedenen Meißeln alle losen Backsteinteile und versuchte mit seiner Diamantscheibe die noch vorhandenen alten Farbreste zu entfernen bzw. die Oberfläche anzurauhen. Die entstandenen Löcher verputzte er wiederum mit Kalkmörtel.

Die grob vorbehandelte Westwand.


Donnerstag, 18. Dezember 2014

Wir bekennen Farbe


Nachdem Andreas die Giebelwand soweit vorbereitet hatte, konnten wir ans Streichen gehen.

Tagelang hatte ich mich im Internet herumgetrieben auf der Suche nach Anleitungen für die Herstellung von Kalkfarbe. Es gibt ganz unterschiedliche Herangehensweisen die von der komplett eigenen Herstellung unter Zuhilfenahme von Weißkalkhydrat und Wasser (man nennt das sumpfen), was für uns aber nicht in Frage kam, da wir a) nicht den geeigneten Platz hatten und b) der gesumpfte Kalk (oder auch Sumpfkalk), analog zu einem guten Wein, mit der Zeit immer besser wird - und die Zeit hatten wir nun einfach nicht. 

Also suchte ich über ebay und wurde fündig; wir bestellten zunächst einen 10-Liter Eimer Malerkalk, der ein Jahr gesumpft worden war.