Nun, da der Sockel erreichbar war, machte sich der Bauherr daran selbigen noch ein wenig weiter freizulegen.
Dies hat zum einen den Vorteil, daß er ungestört daran arbeiten konnte, und außerdem konnten die nun freigelegten Steine auch an wenig an der Luft trockneten, was sie stellenweise auch bitter nötig hatten.
Unser Haus wäre nicht unser Haus, wenn es nicht auch hier wieder die eine oder andere kniffelige Situation gäbe.
Andreas hatte zunächst damit begonnen die mit viel Pragmatismus und wenig Liebe zum Detail zum Ausbessern des Putzes bzw. aufgesprengter Steine an den Sockel geklatschten hochzementösen Placken zu entfernen.
Als er am südlichen Pilaster ankam, kam er aus dem Pickern gar nicht mehr heraus und nahm auf die Schnelle eine Operation am offenen Herzen vor, indem er schnell einige Steine in die sich auftunden gigantischen Lücken mauerte.
| Schnelle Hilfe bevor das Haus wegbricht... |
Sein nächster Schritt bestand darin, alle etwas größeren Lücken mit Kalkmörtel zu schließen, gefolgt vom fast schon obligatorischen Vandskuring.
| Der verarztete Sockel im Osten... |
| ... und im Süden. |
Für den folgenden Anstrich mit Kalkfarbe hatten wir uns überlegt, diesen ein wenig dunkler zu gestalten - das Auge renoviert mit.
Nach einigem Experimentieren beim Anmischen (andere Sorte, andere Gebindegröße) landete ich bei stolzen 900 Gramm Pigmenten auf 15 Kilo Sumpfkalk (plus Quark, Diestelöl und Soda).
Nach einigem Experimentieren beim Anmischen (andere Sorte, andere Gebindegröße) landete ich bei stolzen 900 Gramm Pigmenten auf 15 Kilo Sumpfkalk (plus Quark, Diestelöl und Soda).
Erstaunlicherweise war die Farbe nach dem Trocknen nicht besonders viel dunkler als der Grundton des Hauses - so man denn von einem Grundton sprechen kann, so viele verschiedene Anstriche wie das Haus erhalten hat, so viele Graunuancen kann es auch vorweisen.
| Der Nordsockel beim Trocknen nach einem ersten Anstrich. |
| Der Ostsockel nach drei Anstrichen. |
Wir wollten den Sockelbereich dann doch ein wenig abdichten bzw. resistenter gegen Regen oder Spritzwasser machen.
Ich hatte dazu ein wenig im Netz geforscht und bin auf eine recht alte, aber sehr interessante und auch hilfreiche Seite der HU Berlin gestoßen, in der der Umgang mit und die Anwendung von Kaliwasserglas recht anschaulich dargestellt wird.
Kaliwasserglas reagiert mit der Luft und verkieselt, d.h. es findet eine Art kleiner Versteinerung auf der Oberfläche statt, Poren werden geschlossen, Wasser kann nicht eindringen.
Da wir nicht das gesamte Haus versteinern wollen, sollte die von uns gewünschte Diffusionsoffenheit ansonsten immer noch gegeben sein.
Kaliwasserglas reagiert mit der Luft und verkieselt, d.h. es findet eine Art kleiner Versteinerung auf der Oberfläche statt, Poren werden geschlossen, Wasser kann nicht eindringen.
Da wir nicht das gesamte Haus versteinern wollen, sollte die von uns gewünschte Diffusionsoffenheit ansonsten immer noch gegeben sein.
Also schnappte ich mir unsere Kübelspritze (das Ding hat sich auch in anderen Zusammenhängen schon mehr als bezahlt gemacht und soll an dieser Stelle noch einmal lobend erwähnt werden) und befüllte sie mit einer Mischung aus kaliwasserglas und Wasser im Verhältnis 1:2. Diese Mischung sprühte ich dann auf den Sockel und eine Steinreihe darüber - falls der nächste Monsun kommt.
| Der gewasserglaste Ost- und |
| ... Südsockel. |
Interessanterweise wurde die Farbe im Sockelbereich wieder so dunkel, wie sie vorher im Farbeimer war und benötigt nun, wie Kalkfarbe auch, einen Tag zum Trocknen.
Auf das endgültige farbliche Ergebnis sind wir gespannt, gehen aber, wie gehabt, von einer Graunuance aus.
Auf das endgültige farbliche Ergebnis sind wir gespannt, gehen aber, wie gehabt, von einer Graunuance aus.
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