Freitag, 6. März 2015

Außenmaßnahmen

Langsam aber sicher ließ der Frost nach (von einem kurzen, winterlichen Intermezzo hier und da einmal abgesehen, ist ja schließlich auch erst meteorologischer Frühling...), so daß wir uns langsam über unseren Außenbereich Gedanken machen konnten. 

Hinter dem Haus und auch an der noch nicht sanierten Ostwand türmten sich Bauschutt und Holzreste aller couleur - will sagen: zum Teil lackiert. 
Wir hatten diese wachsende Gebirgslandschaft fast schon verdrängt, was uns auch recht leicht fiel, da wir uns dort bisher so gut wie nie aufgehalten hatten. Aus den Augen, aus dem Sinn, sozusagen. Grober Fehler...


Winterliche Impression: die Ostwand mit ihren Halden...

Und weiter geht's im Dachbereich


Nachdem auch Andreas von der gerade grassierenden Grippe nicht verschont blieb (er wurde von einer trockenen Variante mit "nur" Fieberschüben und Gliederschmerzen, aber ohne Beeinträchtigung der Atemwege erwischt), und auch die anschließenden Rückenschmerzen abklangen, versuchte er langsam wieder ans Werk zu gehen.
Er musste sich zunächst mit leichten Aufgaben wie dem Einschütten von Blähton (den wir nun endlich parat hatten nachdem er die Styroporkügelchen tauschen konnte) in die Hohlräume des Daches beschäftigen.


Endlich die echten Perlite bzw. der Blähton...

... für die Hohlräume im Dach.
















Sonntag, 1. Februar 2015

Jahrestag und spontanes Upcycling der Kehlbalken


Jahrestag!
Unglaublich, es ist nun schon ein Jahr vergangen seit wir das Haus gekauft haben (und damals gleich mit Feuereifer begonnen hatten, die Bitumenpappe abzureißen - bei wesentlich besseren Wetterkonditionen ...). 
Irgendwie sind wir ein klein wenig stolz auf uns und das, was wir in dieser Zeit geschafft haben ...

Und so gingen wir heute Nachmittag fast entspannt rüber und wollten eigentlich nur mal ein wenig heizen. 

Gestern hatte ich, während Andreas sich mit den Dielen beschäftigte, begonnen die alten Kehlbalken abzuschleifen. Wir hatten die Balken nach unten gebracht und Andreas hatte mich gebeten, sie abzuschleifen, damit wir sie anderswo wieder einsetzen konnten.
Irgendwie hatte ich das Schleifen schon fast vermisst ...

Die alten Kehlbalken ungeschliffen ...



... und die ersten geschliffenen Kehlbalken.

Angetan von der Qualität der alten Hölzer (und das, obwohl unser Vorbesitzer sie in Nagelkissen verwandelt hatte) und deren Maßen, verwirklichte Andreas seine Idee, die bereits eingesetzten Stützbalken wieder herauszusasten und durch die leicht modifizierten Kehlbalken zu ersetzen. 


Kehlbalken 2.0


Was fünf Zentimeter ausmachen - sagenhaft!


Die ursprünglich eingesetzten Stützbalken.

Der erste modifizierte Kehlbalken.

Und die nächsten beiden, nun geölt.


Montiert und geölt machen die ehemaligen Kehlbalken an ihrem neuen Platz den Eindruck, als wären sie schon immer dort gewesen und sehen aus wie aus einem Guß.

Und weil wir gerade in Fahrt waren und noch Zeit hatten, setzte Andreas auch an die Südwand endlich seine zwei schon lange angedachten Stützbalken. Diese fixierte er mit Metallstreben, die wir in den Abseiten des Daches entdeckt hatten. Und war endlich höchst zufrieden mit seiner Umsetzung.


Ehemalige Kehlbalken, hier mit gefundenen Metallstreben verstärkt.


Holz in der Hütte oder: Dämmen nach Andreas


Schon vor Weihnachten hatte Andreas mit Wilhelm über Holz gesprochen, um das Dach von innen zu dämmen bzw. zu verkleiden.
Zwischen den Jahren hatten wir uns Wilhelms Angebot durch den Kopf gehen lassen und eine Anzahlung gemacht, um das Holz dingfest zu machen. Nach Zahlung eines Abschlags holten wir die etwa zweieinhalb Zentimeter starken und 3,80 m langen Dielen nun mit Hilfe von Wilhelms Pritschenwagen ins Haus.


Bummelig zwei Tonnen Holz in der Hütte.

Montag, 26. Januar 2015

Unser treuester Besucher ist nicht mehr...


Einer unser treuesten Baustellenbesucher, Martins Hund Poldi ("Wenn er Mist baut, müsst ihr ihn Leopold nennen, dann hört er auf."), ist leider gestorben.

Es hatte nicht schlecht geschneit am Wochenende, so daß Martin einige Nachbarskinder auf ihren Schlitten mit seinem kleinen Schlepper durch die Felder zog - begleitet von Poldi.
Anscheinend war diese Spaziergangsrunde zu groß für ihn, er überanstrengte sich und es kam - laut Tierärztin - dazu, daß wohl ein vorhandener Tumor platzte. Dieses wäre früher oder später passiert, Poldi war mit 11 Jahren nicht mehr so ganz taufrisch. 
Trotzdem werden wir ihn mit den Zwangspausen, die er uns verpasste, sehr vermissen.


Poldi - immer wieder gut für eine Streichelpause.

Wider die Kehlbalken


Seine freien Tage begann Andreas neben dem Vandskuren diverser Wände mit dem Hinterhertelefonieren nach Holz. Leider war Wilhelm im Urlaub und sein Sohn auf Fortbildungslehrgängen, aber schließlich erreichte er Thomas doch und erhielt telefonisch grünes Licht, sich schon einmal das abgesprochene Konstruktionsholz vom Hof zu holen.
"Mal kurz Holz holen" hatte er gesagt - streiche kurz, setze ... naja, es dauerte etwas länger die gut 4m langen sägerauen Konstruktionshölzer vom mannshohen Stapel herunterzuasten, sorgfältig auf unseren kleinen Hänger zu stapeln und auf unserer kleinen Baustelle wieder sauber aufzustapeln, möglichst dort, wo sie nicht stören - und eigentlich hatte ich anderes im Sinn.

Aber Andreas brauchte das Holz für seinen nächsten Schritt, die Sparren zu verstärken.
Gerade in den Bereichen, in denen die Kehlbalken eingelassen waren (und dadurch an dieser Stelle geschwächt waren), hatten diese teilweise gelitten.

Sonntag, 25. Januar 2015

Baupsychologie oder: Das Auge baut mit


Mit seinem Vandskuring im Innenbereich und Bemerkungen beim fast schon obligatorischen Feierabendbier vor dem Ofen wie "Und nun stell Dir mal vor, wie es erst hier aussieht, wenn die Wände Farbe haben..." hatte Andreas - bewußt oder unbewußt - in mir den Drang verstärkt, die Wände einmal mit Kalkfarbe zu grundieren.
Also schleppte ich mir den letzten vorrätigen Malerkalkeimer auf den Bau (neue sind bereits bestellt und angekommen), mischte an und strich los. Allerdings war meine Mischung recht wässrig geraten, so daß ich einige Tage später noch einmal mit einer etwas festeren Sumpfkalkmischung nachstrich - und zufrieden war: ein Hauch von Weiß in unserer zukünftigen Küche.


Die gekalkte Küche