Nachdem auch Andreas von der gerade grassierenden Grippe nicht verschont blieb (er wurde von einer trockenen Variante mit "nur" Fieberschüben und Gliederschmerzen, aber ohne Beeinträchtigung der Atemwege erwischt), und auch die anschließenden Rückenschmerzen abklangen, versuchte er langsam wieder ans Werk zu gehen.
Er musste sich zunächst mit leichten Aufgaben wie dem Einschütten von Blähton (den wir nun endlich parat hatten nachdem er die Styroporkügelchen tauschen konnte) in die Hohlräume des Daches beschäftigen.
| Endlich die echten Perlite bzw. der Blähton... |
| ... für die Hohlräume im Dach. |
Als es ihm nach einiger Zeit nun deutlich besser ging, machten wir uns gemeinsam daran, die Dachdämmung/Dachverkleidung anzubringen.
Je nachdem, wo sich Zangen oder die neuen Angstbalken befinden, ist das eine recht fummelige Aufgabe, da die Dielen erst einmal angehalten, Aussparungen angezeichnet und ausgesägt werden müssen (ggfs. nachgesägt werden muss, wenn nicht exakt gemessen...) und das Ganze dann erst angebracht werden kann. Alleine kann dies ganz schnell zu Frustration führen, zu zweit ist es wesentlich angenehmer und effektiver - außerdem sieht man schneller, was man geschafft hat.
Was die neuen Angstbalken betrifft, so hatte Andreas unlängst mit Wilhelm gefachsimpelt, und auch Andreas' ehemaliger Kollege riet uns, nach dem Entfernen der Kehlbalken wieder irgendetwas - also die sogenannten Angstbalken - einzusetzen. Sie haben einerseits eine stabilisierende Funktion und entlasten zudem das Dach bei der Aufnahme größerer Gewichte - sprich Schnee. Und da hier im Norden trotz Klimawandels mit höheren Mengen Schnees zu rechnen ist (munkelt man...), ist es einfach sicherer.
Andreas besorgte sich von Wilhelm sehr hartes Nadelholz, das er entsprechend zuschnitt und an den Sparren, an denen einst die Kehlbalken eingelassen waren, recht rigoros befestigte.
Zusammen mit der Dielung haben wir voraussichtlich eine Stehhöhe von etwas über zwei Metern (es soll ja unten, also der zukünftige Fußboden, auch noch gedielt werden).
Bisher sieht das Ganze dann so aus:
| Die ersten Lagen mit Zangenaussparungen... |
| ... weitere, recht simple Lagen nach den Zangen... |
| ... und bis an die neuen Angstbalken heran. |
Bezüglich der Dielung an/über den Angstbalken sieht Andreas' Planung (bisher noch) so aus, dass er die Dielen oben auf die Angstbalken legen will (diese bleiben dann im Sichtbereich) und mittels kleiner Stege/Hölzer, die er entsprechend noch anbringen will, befestigt.
Damit wir auch im hinteren (nach Norden ausgerichteten) Bereich dielen können, musste Andreas noch die schadhaften alten Balkenköpfe des Mauerbretts auswechseln bzw. ausgeklinkte neue Balken einziehen.
| Der neue Balkenkopf links/nach Westen... |
| ... und rechts/nach Osten. |
Bei der Gelegenheit griff er gleich auf die ehemaligen Kehlbalken zurück, die er zu Stützbalken senkrecht unter den Balkenköpfen umfunktionierte. Eine komplett neue Zange wollte er im hinteren Bereich nicht bauen.
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