Montag, 26. Januar 2015

Wider die Kehlbalken


Seine freien Tage begann Andreas neben dem Vandskuren diverser Wände mit dem Hinterhertelefonieren nach Holz. Leider war Wilhelm im Urlaub und sein Sohn auf Fortbildungslehrgängen, aber schließlich erreichte er Thomas doch und erhielt telefonisch grünes Licht, sich schon einmal das abgesprochene Konstruktionsholz vom Hof zu holen.
"Mal kurz Holz holen" hatte er gesagt - streiche kurz, setze ... naja, es dauerte etwas länger die gut 4m langen sägerauen Konstruktionshölzer vom mannshohen Stapel herunterzuasten, sorgfältig auf unseren kleinen Hänger zu stapeln und auf unserer kleinen Baustelle wieder sauber aufzustapeln, möglichst dort, wo sie nicht stören - und eigentlich hatte ich anderes im Sinn.

Aber Andreas brauchte das Holz für seinen nächsten Schritt, die Sparren zu verstärken.
Gerade in den Bereichen, in denen die Kehlbalken eingelassen waren (und dadurch an dieser Stelle geschwächt waren), hatten diese teilweise gelitten.



Um besser an die Sparren heranzukommen, und um diese mit seiner Drehsteife auch ein wenig anheben und ausrichten zu können, kamen wir nicht um das komplette Entfernen der Kehlbalken herum.
Andreas hatte diesen Schritt vorher mit Wilhelm durchgesprochen, und da unsere Sparren mit 3,80m relativ kurz sind und man Kehlbalken eigentlich erst ab einer Sparrenlänge von 4,50m einsetzt, ging er recht beherzt mit unserer kleinen Motorsäge gegen das alte Gebälk vor.
Sollten wir dennoch eine Verzahnung der Sparren wünschen (vielleicht auch angesichts noch anstehender Schneelasten), können wir jederzeit noch sogenannte Angstbalken einsetzen; das sind letztendlich kürzere Kehlbalken, die höher angebracht werden.


Ohne Kehlbalken entsteht irgendwie mehr Raum-

Die ersten verstärkten Sparren.

Vom Assistieren beim Entfernen der Kehlbalken ging ich dann wieder zum Ölen über, da noch jede Menge Dachfläche nach Öl schrie und auch die Konstruktionshölzer einer Ölung gegenüber nicht abgeneigt waren.
Nach und nach rupften und sägten wir alle Kehlbalken heraus, so daß nun nur noch das Verstärken der restlichen Sparren bleibt. 

Ein unschlagbarer Vorteil ist, daß wir uns nun ohne permanent den Kopf einzuziehen oben bewegen können. Zwar waren die Kehlbalken so angebracht, daß wir gerade so unterdurchgehen konnten, aber automatisch immer die Köpfe einzogen. Und noch gibt es die eigentliche Fußbodendielung nicht, die weitere Zentimeter an Durchgangshöhe einnehmen wird.


Der neue Blick nach Süden...

... und nach Norden.



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