Sonntag, 4. Januar 2015

Aufräumen und weitermachen


Zwischen den Jahren hatten wir beide ein wenig Zeit, die wir in das Aufräumen der oberen Etage investierten. Es war schier unglaublich wie viel Holz unser Vorbesitzer gehortet hatte. Von einigen Eichenbrettern, die wir erst einmal nach draußen verbannten, abgesehen, fand sich eine Menge Holz, das Andreas zersägte und mir als Ofenfutter herunterwarf.

Voilà, die endlich aufgeräumte...

... obere Etage. 

Jede Menge anderes Gerümpel schichteten wir vor der Ostseite des Hauses auf - unser neuer Bauabfallhaufen, der den Bauschutthalden nun Gesellschaft leistet. Wir müssen ihn nun nur noch in den Container befördern, falls es dem nächsten Fahrer gelingen sollte, ihn auf unserer Auffahrt abzustellen (der letzte Fahrer war unverichteter Dinge abgefahren - merkwürdig, da vor ihm mindestens drei andere erfolgreich Container abgestellt und wieder mitgenommen hatten...). Aber darum werden wir uns in Kürze kümmern.



Wichtig war, zunächst einmal die freie Fläche nutzen zu können. Und an das Dach herankommen zu können, da wir es zunächst einmal mit Eau de Javel (Bleiche) behandeln wollten. Mit einer alten Spritzpumpe, einer alten Panzerkombi, einer Schutzbrille und Atemschutz bewaffnet ging Andreas ans Werk und desinfizierte jede Ecke und jeden Winkel. 
Dies tat Not, da jede Menge Tiere sich den Dachboden als kleines Paradies eingerichtet hatten - wir fanden Nester und Kot aller Art, insbesondere in den Dachübergängen und unter dem alten Holzhaufen.

Das Haus roch nun einerseits nach Eau de Javel und nach Balsamterpentinöl, auf jeden Fall nicht mehr muffig, wie anfangs. 

Dann teilten sich unsere Arbeitswege wieder.
Andreas begann unten mit den letzten Maurerarbeiten im Hausinneren. Er schloss die Öffnung zwischen dem, was einmal Küche sein wird und der Waschküche.


Die Trennwand zwischen Küche und Waschküche...



... bzw. die Waschküchenwand.

Einen Tag später ging er den alten Durchgang in das zukünftige Badezimmer an.


Die entzargte alte Türöffnung...


... die dann zur Wand wurde.

Die (gebrauchten) Steine hierfür hatten wir über ebay Kleinanzeigen entdeckt und aus der Nähe von Glückstadt, dem Klinker El Dorado, nach Hause geholt. Sorgfältig auf einer Palette gestapelt hatten sie auf ihren Einsatz gewartet; nun hatte es allerdings, bedingt durch unseren neuen Wintermonsun, derart viel geregnet, daß sie durch und durch naß waren (zu naß zum vermauern) und Andreas sie kurzerhand auf und vor dem Ofen trocknete bevor er sie verarbeitete.

Mein Weg führte mich nach oben zu den Zangen und den Mauerbrettern. 
Nun, da sie erreichbar waren, konnten sie ihrem Schicksal nicht mehr entgehen: abschleifen und für das Ölen vorbereiten.
Glücklicher Weise waren nur wenige mit Binderfarbe gestrichen worden und die Unmengen von Nägeln, Schrauben u. Ä. hatten wir im Vorfeld schon entfernt. 
Bis auf zwei Bereiche, in denen Andreas schon die Zwischendecke entfernt hatte, konnte ich in zwei Tagen alle verbliebenen fünf Zangenpaare erreichen und abschleifen. Lediglich in einige kleine Zwischenräume konnte ich meinen Lieblingswinkelschleifer nicht quetschen. Ich werde mal sehen, ob ich mit meiner Schleifmaus hier mehr ausrichten kann.


Abgeschliffene Zangen.

Was aus dem fehlenden sechsten Zangenpaar geworden ist, wissen wir nicht. 
Andreas hatte die Idee, die fehlenden Zangen durch eine stützende Holzkonstruktion analog zum Südgiebel zu ersetzten, d.h. einen Balken horizontal auf den Boden zu legen, mit den vorhandenen Balken im unteren Bereich zu verschrauben (durch die Decke hindurch), mit der Wand in Form von Mauerankern zu verschrauben und an den Enden durch zwei weitere, eingekürzte Balken mit den Sparren zu verbinden. Auch will er die morschen Endstücke der Mauerbretter ersetzen; sie gingen einst durch die Giebelwand hindurch (wie auch am Südgiebel), waren allerdings zu einem früheren Zeitpunkt wohl schon verrottet und ihre Löcher in der Mauer wurden zugemauert.


Hier hätte auch eine Zange sein sollen...


Auch punktuell reparieren müssen wir das Mauerbrett an einer Stelle (unser Vorbesitzer hatte sicherheitshalber einen halben Baumstamm dagegengenagelt... viel hilft viel...), sowie einen weitern Stützbalken. Die Hölzer wurden Opfer von Holzwürmern und Pilzbefall, sind aber im Kern noch massiv.


Das durch Holzwürmer geschwächte Mauerbrett.


Der durch Pilzbefall lädierter Stützbalken.



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