Mittwoch, 14. Dezember 2016

Unsere kleine Küche


Andreas bekommt seine kleine Werkstatt, ich bekomme eine kleine Küche, für mich auch so eine Art Werkstatt, da ich gerne koche und backe.
Im Einzelnen hatten wir sie schon (fast) zusammen, wobei die drei größeren Module/Unterschränke zunächst als Interimswerkstatt für den Baumeister dienten - und z.T. noch dienen, beispielsweise für das schnelle Deponieren von Werkzeug.


Die Küchen-Werkstatt-Deponie...





Nun, da der Wasseranschluß - Onkel Peter sei Dank - vorhanden war, gingen wir an das Aufbauen des Spültisches. 
Dafür verwendeten wir die noch brauchbaren Teile eines Küchenunterschrank Moduls, das wir letztes Jahr gebraucht gekauft hatten, weitere, passende Teile eines Küchenschranks aus unserer jetzigen Küche, orderten eine fehlende Schranktür und zwei dicke Arbeitsplatten aus Ahorn beim Tischler im Nachbardorf und asteten das alte Spülbecken (vor Jahren bereits gebraucht irgendwo erstanden und allen damaligen Plänen zum Trotz nie verbaut) aus dem Keller unserer jetzigen Bleibe.

Als erstes legten wir die Arbeitsplatte probeweise auf den im Vorfeld rekonstruierten Spültisch; sah schon gut aus, fand ich. Hier musste nun ein Ausschnitt gemacht werden, um das Becken in die Arbeitsplatte zu integrieren. Hört sich einfach an, war aber mittelschwer nervtötend. 
Andreas hatte zunächst den Plan, lediglich einen Miniausschnitt zu machen, so daß der triangelförmige Anschlußbereich des Beckens in der Platte verschwindet, das Becken an sich aber auf der Platte stehen bleibt. Ging relativ einfach, sah auch schick aus, allerdings hätte ich dann gerne noch zehn Zentimeter wachsen müssen oder mit einem Hocker abwaschen müssen um überhaupt ans bzw. ins Becken zu gelangen - also nur bedingt praktikabel, ergo Becken wieder runter, nachdenken, Becken wieder rauf (und das Teil wiegt ganz schön was und ist auch nicht wirklich handlich), Konturen anzeichnen, Becken wieder runter, sägen, Becken wieder rauf - passte nicht.


Ausschnitt, die erste...

Dieses Spiel wiederholten wir gefühlt fünf Mal, ergänzt durch kleine Sondereinlagen wie das Verfrachten der Arbeitsplatte in die (momentan lediglich rudimentäre) Werkstatt, Schleifarbeiten und Gegrummel des Bauherrn. Dann passte das Becken - zumindest halbwegs.


Großes Becken - großer Ausschnitt...


... Becken sitzt...


... wackelt und hat Luft.

Zwar hätte Andreas das Spülbecken gerne bis zu seinem Wulst verschwinden lassen wollen, befand aber, daß dieser Kompromiß durchaus praktikabel und wesentlich nervenschonender sei.

Als nächstes machten wir uns an die Befestigung der Oberschränke.
Da wir hier aus dem vollen schöpfen können, entschieden wir uns für die am besten erhaltenen beiden Exemplare, maßen aus, zeichneten Bohrlöcher an und montierten beide Schränke.
Da ich mir in den Kopf gesetzt hatte, hier eine indirekte Beleuchtung anzubringen (der Bauherr verdrehte die Augen aufgrund der meterweisen Verkabelung), war Andreas so liebenswürdig mir hier mit ein paar Bohrungen behilflich zu sein, so daß die Kabel nun im Schrankinneren (gaaanz hinten) ihr Dasein fristen. Und, um das Gesamtbild abzurunden, gelang es dem Bauherrn noch am Folgetag die georderte Spülmaschine einzubauen. Optimal!


Küchenzeile rechts.

Da wir nicht nur mit Adsche kochen wollen (stelle ich mir im Sommer extrem lauschig vor...), hatte ich bereits im Vorfeld ein Gaskochfeld bestellt. Der Backofen gesellte sich nur kurze Zeit später dazu, und nun konnten wir beide Geräte aus ihrem Dornröschenschlaf wecken.
Da ich beim Einbau nicht dabei war, kann ich an dieser Stelle anhand von Andreas' Aussagen nur mutmaßen, daß dieser sich nicht so komplex gestaltet hatte wie der Einbau des Spülbeckens. 
Der Bauherr mußte lediglich einen Ausschnitt für das Gaskochfeld sägen, selbiges einsetzen und aus den ebenfalls bestellten Arbeitsplattenabschnitten einen Kasten konstruieren, in den er den Backofen einsetzte. 
Fummelig (und grummelig) war dann das Verdrahten bzw. Anschließen der Leitungen an die Herdanschlußdose, dem ich beiwohnen durfte - ganz unten in der Ecke...


Küchenzeile links.


Unsere kleine Koch- und Backoase.

Insgesamt ist unsere Küche nun zwar ein wenig kleiner als in unser bisherigen Bleibe, dafür haben wir allerdings noch jede Menge Platz zum Auslagern in der Waschküche und der kleinen Abseite, die Andreas innerhalb eines Tages unter der Treppe gezaubert hat. 
Funktional steht sie (sobald auch unser Kühlschrank seinen Weg in unsere neue Bleibe gefunden hat) der alten jedoch in nichts nach. 
Happy cooking & baking!


Unsere kleine Küche.


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