Es ist warm im Haus (Onkel Peters Heizungsbaukünsten und Pelletkessel sei Dank) und wir konnten bisher auch keine weiteren Leckagen beklagen - der Weg war also frei uns endlich um unsere verbleibenden Fußböden zu kümmern.
Zwar hatten wir Bedenken bezüglich der Menge an Dielen, die uns nach dem Verlegen des Fußbodens oben noch blieb (was nicht in erster Linie am Verschnitt sondern an der Qualität der Bretter lag: einige waren schlicht und ergreifend derart eingerissen, dass wir sie nur noch als Ofenfutter nehmen können), wollten aber erst einmal einfach loslegen und sehen, wie sich die Sache entwickeln würde. Bauchgefühl rules!
Andreas begann im Wohnzimmer.
Zunächst bastelte er aus Dachlatten eine Unterkonstruktion, an die er später die Dielen festschrauben konnte. Zwischen die Dachlatten montierte er kurze Lattenstücke als Abstandshalter, so dass die Dachlatten parallel ausgerichtet waren. Und dann kam das fummelige austarieren. Bewaffnet mit einer großen Wasserwaage und diversen kleinen Holzplättchen unterschiedlicher Dicke sprang er bald hier hin, bald dort hin und sorgte dafür, dass die Unterkonstruktion auch eben war. Unter die Holzplättchen legten wir noch Windpappe um zu verhindern, dass eventuelle Feuchtigkeit sich über die Holzklötzchen hocharbeitet.
| Beginn der Unterkonstruktion. |
| Fertige Unterkonstruktion. |
Nun könnte man natürlich die entstandenen Hohlräume hübsch mit irgendetwas füllen (früher nahm man Schutt, später ging der Trend eher in Richtung Dämm-Materialien), aber da wir festgestellt haben, dass stehende Luft prima dämmt und auch in unserer derzeitigen Bleibe unsere Dielen nach diesem Prinzip verlegt haben und nie kalte Füße gehabt haben, verfuhren wir hier ebenso.
Also: Maß nehmen, Dielen zurechtsägen, einsetzen, gerne auch festklopfen (damit Nut und Feder sich besser verbinden), nächstes zurechtgesägtes Dielenbrett.
| Von den ersten Metern... |
| ... bis zum durchgedielten Wohnzimmer. |
Als Nächstes machten wir uns an unsere Diele.
Hier war klar, daß wir stückeln mussten (in der Mitte aufgrund der Treppe, am Rand wegen Bruno), aber auch das ist uns gelungen.
| Erst eine austarierte Unterkonstruktion basteln... |
| ... dann erste Dielenbretter verlegen. |
| Fertig ist der Dielenboden in der Diele. |
| Ganz neue hölzerne Perspektiven. |
Eigentlich wollten wir im Folgenden den kleinen Flur dielen, aber der Bauherr überraschte mich eines Nachmittags mit dem vorbereiteten kleinen Zimmer.
| Angehende Unterkonstruktion im kleinen Zimmer. |
Bevor wir mit dem Stückeln der Bretter für den kleinen Flur beginnen würden, erachtete er es als sinnvoller verbleibende lange Bretter hier zu nutzen. Machte auch Sinn, der Haken an der Sache war lediglich, dass wir die Bretter aufgrund ihrer Länge hier nicht hineinbalanciert bekamen... Also trug ich brav Brett für Brett durch den Garten und reichte sie Andreas durch das geöffnete Fenster rein, was für Außenstehende sicherlich urkomisch ausgesehen haben muss... Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?
| Die Dielung wächst von der Innenwand zur Außenwand. |
| Holzboden im kleinen Zimmer. |
Blieb also nur noch der kleine Flur... klein, aber oho.
Andreas kam ganz schön ins Schwitzen, da er hier drei Übergänge (zur Diele, zum Badezimmer und zum kleinen Zimmer) im Auge behalten und eventuelle Ungeradigkeiten ausnivellieren musste.
Dazu gesellte sich das Kürzen (sprich: Absägen) des Türrahmens sowie der Tür des kleinen Zimmers. Dennoch biss er sich durch und es gelang ihm, Herr der Dielung zu werden.
Andreas kam ganz schön ins Schwitzen, da er hier drei Übergänge (zur Diele, zum Badezimmer und zum kleinen Zimmer) im Auge behalten und eventuelle Ungeradigkeiten ausnivellieren musste.
Dazu gesellte sich das Kürzen (sprich: Absägen) des Türrahmens sowie der Tür des kleinen Zimmers. Dennoch biss er sich durch und es gelang ihm, Herr der Dielung zu werden.
| Dielenboden im kleinen Flur. |
Zum krönenden Abschluss benötigen wir jetzt natürlich noch jede Menge Fußleisten (gestern beim Tischler im Nachbardorf bestellt) und sog. Übergangsleisten (ebenfalls gestern geordert). Sobald beide Posten eingetroffen sind, können wir den Fußboden abhaken.
Vorher werde ich mich allerdings noch ans Ölen der Dielen machen; zwei Lagen Halböl sollen sie schon gerne erhalten, vielleicht auch eine dritte Lage reines Leinölfirnis, da hier unten sicherlich mehr los sein wird als oben.
Und auch die übrig gebliebenen Dielenbretter erhalten beizeiten eine neue Aufgabe, da wir noch jede Menge Regale in der Waschküche brauchen können.
Vorher werde ich mich allerdings noch ans Ölen der Dielen machen; zwei Lagen Halböl sollen sie schon gerne erhalten, vielleicht auch eine dritte Lage reines Leinölfirnis, da hier unten sicherlich mehr los sein wird als oben.
Und auch die übrig gebliebenen Dielenbretter erhalten beizeiten eine neue Aufgabe, da wir noch jede Menge Regale in der Waschküche brauchen können.
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